Sauberes Trinkwasser auf Reisen. So funktioniert´s


Die Erde hat den Spitznamen „Blauer Planet“ bekommen, als Astronauten sie zum ersten Mal aus größter Entfernung betrachten konnten. Die scheinbar endlos großen Ozeane, Meere und Flüsse bedecken 70% der Erdoberfläche. Dennoch ist gesundes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit: Nur ein einziger Prozent besteht aus Süßwasser, aus dem wiederum Trinkwasser gewonnen werden kann. Deutschland gehört zu den fünf europäischen Ländern mit dem saubersten Trinkwasser. Aber im Urlaub kann man nicht davon ausgehen, dass das Leitungswasser immer intensiv kontrolliert wird und bedenkenlos getrunken werden kann. Dabei sollte man gerade auf Reisen und im Urlaub ausreichend trinken. Der menschliche Körper besteht zu etwa 75% aus Wasser und sobald der Satz sinkt, wird man sofort von Kopfschmerzen und anderen Warnungssignale geplagt. Wo man im europäischen Alltag mindestens zwei bis drei Liter am Tag trinken sollte, braucht der Körper eines Erwachsenen in (sub-)tropischen Gebieten eher drei bis vier Liter täglich. Umso wichtiger also, dass man sich bereits bei der Vorbereitung der Reise über die Wasserversorgung vor Ort informiert. Mit einem eigenen Wasserfilter reist man natürlich noch entspannter und konzentriert sich mehr auf die ungezähmte Natur und weniger auf die lokale Wasseraufbereitung.

 

Was sind die Anforderungen von Trinkwasser?

Es ist unmöglich, die Qualität von Trinkwasser mit dem bloßen Auge festzustellen. Trübes Wasser, was die Meisten abschrecken würde, kann unter Umständen problemlos getrunken werden, während ein Glas augenscheinlich klares Wasser unterschiedliche Viren, wie Hepatitis A und SARS, enthalten könnte. Auch Bakterien, wie Salmonella und Cholera oder Protozoen (mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten) wie Giardien können sich unsichtbar über das Wasser verbreiten.

In Städten kann man natürlich ohne Probleme sauberes Wasser in der Gastronomie bestellen und in der Handtasche oder im Rucksack eine Flasche mit sich tragen. Wer aber weit weg von der bewohnten Welt in den Amazonen, dem Himalaya oder der Wüste unterwegs ist, wird eher selten auf einen Kiosk stoßen und sollte sich entsprechend vorbereiten. Zu Hause liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei 130 Liter am Tag. Je nachdem, wie das Wasser vor Ort verunreinigt ist, muss man also nicht nur gesundes Trinkwasser produzieren, sondern auch Wasser für die Körperhygiene oder den Abwasch am Campingplatz filtern. Zum Glück gibt es eine große Vielfalt an Filtersystemen zur Wasserentkeimung, zugeschnitten auf den jeweiligen Bedarf.

 

Chemische Wasserentkeimung: eine Tablette reicht


Mit chemischer Wasserentkeimung lassen sich die meisten Krankheitserreger abtöten. Silbernitrat und Chlor, auch als Kombinationspräparat erhältlich, sind geschmacksneutral und wirksam gegen die meisten Viren und Bakterien. Die flüssigen Präparate und Pulver sind allerdings schwer zu dosieren. Deswegen sind Globetrotter besser bedient mit Entkeimungstabletten. Praktische Nachteile dieser Methode sind die teilweise sehr lange Wirkzeiten und die eventuelle Beeinträchtigung vom Geruch und Geschmack des Wassers. Wichtiger ist aber die Tatsache, dass neben dem Präparat auch andere chemische Substanzen mit der Entkeimung des Wassers nicht entfernt werden.

 

Physikalische Filterung: Sicherheit ohne Chemie in Sekunden

 

Wer lieber keine Chemikalien einsetzt, kann denselben Effekt auch mit physikalischer Filterung erreichen. Das Wasser wird dabei durch eine Hohlfasermembran gepresst. Die Poren im Filter sind so klein, dass Schadstoffe sie nicht passieren können. Die unterschiedlichen Ausführungen der Filter von Sawyer sind mit solchen Membranen ausgestattet. Diese Art von Filtern hat den zusätzlichen Vorteil, dass auch gröbere Verunreinigungen und mehrzellige Organismen aus dem Wasser entfernt werden. Auch die ausgezeichneten Wasserfilter der Marke Katadyn setzen unter anderem auf dieses Prinzip und verwenden Keramik- bzw. hochwertige Glasfaserfilter. Die meisten Modelle filtern das Wasser zusätzlich mit einem Aktivkohlegranulat, was den Geschmack und Geruch des Wassers neutralisiert. Speziell für kleinere Wassermengen, die sofort getrunken werden, gibt es federleichte Filter, die mühelos in einen Backpack oder sogar Hosentasche passen. Für größere Mengen eignen sich die Gravity Filter mit einer Kapazität von zwei bis vier Liter.

SAWYER Hohlfasermenbran

SAWYER Wasserfilter Funktion










UV-Licht: Wasser kinderleicht entkeimt

Keine Methode ist leichter in der Anwendung als der Wasserfilter mit UV-Licht. Die handlichen SteriPENs töten mit ihrem UV-Licht sehr schnell und zuverlässig alle Mikroorganismen im Wasser. Mit dem Pen rührt man das Wasser, bis das Display anzeigt (SteriPEN Ultra), dass das Wasser getrunken werden kann. Gröbere Verschmutzungen können mit dem Grobpartikelfilter (Vorfilter) aus dem Wasser entfernt werden, denn das Licht erreicht nur alle Keime, wenn das Wasser klar ist. Leider verbessert das Licht nicht den Geruch und Geschmack des Wassers. Auch chemische Stoffe werden nicht entfernt. Die meisten SteriPens werden durch Lithium-Batterien betrieben, die entweder ausgetauscht oder geladen werden müssen. In steckdosenfreien Gebieten lohnt sich deswegen der SteriPEN Sidewinder. Das Gerät wird mit der Hand gekurbelt und entkeimt zuverlässig etwa einen Liter Wasser innerhalb von 90 Sekunden. 

SteriPEN Ultra der UV-WasserentkeimerSteriPEN Sidewinder

 SteriPEN Adventure opti UV-Wasserentkeimer 

Gut vorbereitet auf dem Weg

Trinkwasserversorgung sollte bei der Vorbereitung einer Weltreise oder eines Aktivurlaubes ganz weit oben auf der Liste stehen. Auch wenn die lokale Bevölkerung keine Probleme damit hat, aus dem Fluss nebenan zu trinken, sollten reiselustige Europäer dieses Wasser nur mit großer Vorsicht genießen. Im Gegensatz zu denen, die mit dem Wasser aufgewachsen sind, haben Globetrotter nicht immer die richtige Resistenz aufbauen können. Bakterien und Viren im Wasser sind dann auch der häufigste Verursacher von Durchfallkrankheiten, die nicht nur den Urlaubsspaß verderben, sondern auch zu Dehydrierung und andere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können. Mit einem eigenen Wasserfilter kann man sich unabhängig bewegen und wenn nötig auch das Wasser nutzen, was die Natur zur Verfügung stellt.  

SAWYER Filter Cart